Für Bad Wörishofen geht es nun los: Die kommunale Wärmeplanung wurde gemäß Stadtratsbeschluss vergeben und wird im Projektzeitraum von April 2026 bis voraussichtlich Juni 2027 durchgeführt. Das Vorhaben wird im engen Austausch mit der für die Umsetzung beauftragten Stadtwerke Bad Wörishofen, der energie schwaben gmbh und der PricewaterhouseCoopers GmbH umgesetzt werden.
Bürgermeister Stefan Welzel freut sich über diesen weiteren Schritt in der kommunalen Wärmeplanung: „Nachdem der örtliche Lenkungsausschuss mit Werkleiter Peter Humboldt und Mitarbeitenden der Stadtwerke gemeinsam mit unserem Klimaschutzmanager Maximilian Sontheimer und mir wichtige Vorarbeiten erledigt haben, kann es nun voll mit der operativen Planungsphase weitergehen.“
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, eine langfristig sichere, kostengünstige und klimaneutrale Wärmeversorgung zu gestalten. Darüber hinaus schafft der Wärmeplan eine verlässliche Grundlage für künftige Entwicklung der Wärmeinfrastruktur und unterstützt die Stadtverwaltung dabei, strategische Entscheidungen fundiert treffen zu können.
„Im Rahmen des Projekts wird die bestehende Wärmeversorgungsinfrastruktur untersucht und die aktuellen Energieverbräuche in privaten Haushalten, öffentlichen Einrichtungen und Industrieunternehmen ermittelt“, erklärt Werkleiter Humboldt.
Anschließend werden Möglichkeiten zur Nutzung erneuerbarer Energien erarbeitet und wie sich diese in den Wärmeenergiemix der Stadt Bad Wörishofen integrieren lassen. Auch der Ausbau bereits genutzter Energien, wie beispielsweise Wärmenetze, oder die Umstellung von Erdgasnetzen auf grüne Gase wird betrachtet.
Aus diesen Voruntersuchungen werden abschließend Zielszenarien entwickelt. In diesen wird das Stadtgebiet unter Berücksichtigung von Eignung und Kosten verschiedener Wärmequellen in verschiedene Wärmeversorgungsgebiete unterteilt. Gängige Kategorien hierbei sind Wärmenetz-Eignungsgebiete, Wasserstoff-Eignungsgebiete oder Gebiete mit Biomethan-Nutzung. Es gibt aber auch Gebiete, in denen dezentrale Wärmequellen wie beispielsweise Wärmepumpen oder Holzpellets vorgesehen werden sowie weitere Prüfgebiete.
„Wichtig hierbei ist, dass es sich bei den erarbeiteten Umsetzungsmaßnahmen um Vorschläge handelt, die rechtlich nicht bindend sind“, so Welzel. Allerdings zeigen sie mögliche Handlungsoptionen auf, welche es der Stadt später erleichtern sollen, die Wärmeversorgung nach Vorgabe der Europäischen Union und der Freistaats Bayern klimaneutral zu gestalten. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen soll schrittweise erfolgen und sich an Wirtschaftlichkeit, CO2-Einsparpotenzial sowie technischer Umsetzbarkeit orientieren.
Bildunterschrift:
Sie gaben den Startschuss für die operative Planungsphase der Kommunalen Wärmeplanung (von links): Technischer Leiter Michael Kolar, Bürgermeister Stefan Welzel, Sebastian Dorfner und Moritz Schull von PWC, Christian Windisch und Petra Domberger von energie schwaben, Rafael Sklarz (Stadtwerke), energie schwaben-Bereichsleiter Jens Dammer und Werkleiter Peter Humboldt.
Bild: Stadtwerke Bad Wörishofen

