Mitte November war die sogenannte „Boscha-Kreuzung“ westlich von Stockheim eines der Themen bei der Bürgerversammlung. Anton Schreiegg stellte damals die Frage, ob eine Unterschriftensammlung für einen Kreisverkehr hier weiterhelfen kann. Bürgermeister Stefan Welzel (Bad Wörishofer Bürgerinnen- und Bürgerliste, BWB) ermunterte ihn daraufhin, zur Tat zu schreiten. Nunmehr ist das Ergebnis der Aktion bekannt: Anton Schreiegg und Josef Trübenbacher überreichten Bürgermeister Stefan Welzel 390 Unterschriften. Alle Unterzeichner sind für die zeitnahe Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Kreisstraße MN 29 mit der Wertachtalstraße.
„Bei den Unterzeichnern handelt es sich um Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stockheim sowie um Verkehrsteilnehmer, welche die oben genannte Kreuzung regelmäßig passieren“, informierten Schreiegg und Trübenbacher. „Dieses deutliche Votum stellt ein unmissverständliches Signal für die dringend notwendige Umgestaltung der Kreuzung in einen Kreisverkehr dar.“ Mit den Unterschriften soll zum Ausdruck gebracht werden, dass die bisherigen Bemühungen, diese Gefahrenstelle zu entschärfen, nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. So wird darauf hingewiesen, dass der im südlichen Kreuzungsbereich errichtete Sichtschutzzaun zweit weitere Unfälle habe nicht verhindern können. Auch an die tragische Unfallhistorie mit bis heute drei tödlichen Unfällen und zahlreichen weiteren Kollisionen mit schweren Personen- und Sachschäden wird erinnert. Schlussendlich wünscht man sich in Stockheim auch eine nachhaltige Lösung nach dem Versuch einer Teillösung mit einem Sichtschutzzaun.
Bürgermeister Stefan Welzel begrüßte das Ergebnis und bedankte sich bei den Akteuren der Aktion: „Es dürfte im Stadtrat einhellige Meinung sein, dass ein Kreisverkehr an dieser Stelle die richtige Lösung ist. Die Entscheidung ist allerdings mit dem Landratsamt abzustimmen, da es sich in West-Ost-Richtung um eine Kreisstraße handelt.“ Welzel steht schon seit längerem dazu im direkten Austausch mit Walter Pleiner, dem Sachgebietsleiter Tiefbau am Landratsamt. „Das Landratsamt hat darauf hingewiesen, dass sich die Unfallkommission regelmäßig die Situation anschaut. Für eine finanzielle Förderung und Realisierung des Kreisverkehrs müssen laut Landratsamt jedoch alle anderen Möglichkeiten erst einmal ausgeschöpft sein“, so Welzel. Welzel nutzte gemeinsam mit Kreisrat Thomas Vögele (FWV) die letzte Kreis- und Bauausschuss-Sitzung in Mindelheim, das Thema mit Walter Pleiner nochmals zu vertiefen.
„Wir haben dankenswerterweise von den Eigentümern des südlichen Grundstücks für eine Testphase die Möglichkeit erhalten, den Vorgaben zu entsprechen und auch diese Möglichkeit auszutesten. Berücksichtigt man die Planungs- und Vorlaufzeit für die Errichtung eines Kreisverkehrs, müssen die Weichen nun so gestellt werden, dass 2027 geplant und spätestens 2028 gebaut wird“, gibt Bürgermeister Welzel einen wünschenswerten Zeitplan vor.
Am Ende des Treffens waren es dann 391 Unterschriften: Bürgermeister Welzel unterschrieb gleich noch mit.

